in den Abfallsack?
Vortrag von Prof. Dr. Rainer Bunge, HSR, am 19. Oktober 2009
Trotz Separatsammlung gelangt der grösste Teil der Kleinmetalle aus unseren Haushalten in den Kehricht und damit in die Kehrichtverbrennungsanlagen. Die meisten Metallstücke verbrennen allerdings nicht, sondern sie werden mit dem Verbrennungsrückstand, der Schlacke, aus der Kehrichtverbrennung ausgetragen. Dies sind jährlich etwa 75‘000 Tonnen Kleinmetalle. Zum Vergleich: die Menge der separat gesammelten Weissblechdosen bzw. Aludosen beträgt jährlich 13‘000 respektive 5‘000 Tonnen. Die Metallrückgewinnung aus der Schlacke ist technisch relativ einfach, sodass der grösste Teil der Metalle aus der Schlacke allein aus wirtschaftlichen Gründen, und nicht etwa aus ökologischen Gründen, vor der Deponierung der Schlacke zurückgewonnen und in das Schrottrecycling verkauft wird. Im Gegensatz hierzu die Separatsammlung, welche massiv subventioniert wird. Insgesamt werden in der Schweiz zurzeit viel mehr Kleinmetalle durch die Aufbereitung von Kehrichtschlacke zurückgewonnen, als durch die Separatsammlung. Damit stellt sich die Frage, ob nicht auch die bislang separat gesammelten Kleinmetalle via Kehrichtsack und Kehrichtverbrennungsanlage rezykliert werden könnten. Der Referent vertritt den Standpunkt, dass diese „Mitverbrennung“ zwar möglicherweise ökologisch etwas schlechter wäre, als die Separatsammlung der Kleinmetalle, dass aber die Kosten für das Recycling der Metalle sehr viel tiefer lägen. Das so eingesparte Geld könne an anderer Stelle im Umweltschutz mit sehr viel grösserem ökologischem Nutzen eingesetzt werden. Eine konsequente Kosten/Nutzen Optimierung solle nicht nur in Bezug auf die Zurückgewinnung von Kleinmetallen durchgeführt werden, sondern auch auf andere Bereiche der Umweltbranche übertragen werden. |