Thesen zu aktuellen technischen Problemen:

These 1: Schweiz bis 2034 atomstromfrei?

These 2: Elektro-Smog: Gefährdung unserer Gesundheit?

These 3: Die Schweiz braucht mehr Ingenieure!

These 4: Elektrische Energieübertragung: Freileitungen oder erdverlegte Kabel?

These 5: Zweite Röhre für den Gotthard-Strassentunnel?

These 6: Geothermie: ein namhafter Beitrag zur elektrischen Energieversorgung der Schweiz?

These 7: Eine Reform der informatischen Ausbildung an den Primar-, Sekundar- und Mittelschulen ist dringend notwendig!

These 8 zur Vernehmlassung: Oekobilanz der Photovoltaik verlangt mehr Transparenz!

Diese Thesen resultieren zumeist aus TGZ-Vorträgen zu aktuellen, in der Oeffentlichkeit kontrovers diskutierten technischen Problemen sowie zu Ausbildungsfragen im Bereich der Technik und Informatik. Die darin geäusserten Ansichten stützen sich auf das angesammelte Expertenwissen der TGZ-Mitglieder und werden von ihrer Mehrheit getragen bzw. nicht widersprochen. Die Thesen zeichnen sich deshalb durch ein hohes Mass an Objektivität aus.

Herausforderungen in der Mobilfunknetzplanung

Immer erreichbar sein, überall auf Emails und Internet zugreifen können, den Daheimgebliebenen Grüsse oder Ferienfotos direkt und zeitnah vom Südseestrand oder von der Skipiste schicken, dies sind wohl die häufigsten Anwendungen, welche uns die Mobiltelekommunikation beschert. Ob nun Segen oder Fluch, Tatsache ist, dass diese Dienste rege benutzt werden und dessen Verfügbarkeit vorausgesetzt wird, bei zunehmender Erwartung nach sinkender Preise.

Obwohl selten während dessen Gebrauch wahrgenommen, benötigt die Mobilkommunikation eine umfangreiche Infrastruktur, welche immer häufiger im besten Fall aus bau-ästhetischen Gründen, zunehmend aber auch als Gesundheitsbedrohung von der Bevölkerung wahrgenommen wird.

TDC Schweiz AG - besser bekannt unter den Markennamen sunrise oder yallo - plant, baut und betreibt ein modernes Mobilfunknetz, basierend auf dem Standard GSM und UMTS in der Schweiz für ihre über 2.2Mio Kunden. Nach Erhalt der GSM Lizenz in Jahre 1998 und Aufnahme des Netzbetriebs kurz danach, wurde das Mobilfunknetz kontinuierlich sowohl bezüglich Bevölkerungsabdeckung auf über 99%, sowie auch bezüglich angebotenen Datenraten von 9.6kbit/s auf 3.6Mbit/s laufend auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Es sollen die diversen Schritte und deren mannigfaltigen Herausforderungen erläutert werden, welche sich der Mobilfunknetzplanung stellen. Zu Beginn steht die Festsetzung von längerfristigen Netzausbau-Strategien, welche regelmässig an die aktuellen Markt- und Konkurrenz-Situtation angepasst werden muss. In der Folge, werden diese in operative Ausbau-Stufen und -Ziele umgesetzt, womit auch der ganze Budgetierungsprozess einhergeht. Parallel dazu werden ständig die Planungsrichtlinien an die Weiterentwicklung der Technologien und allfällige Anforderungen aus dem Realisierungsumfeld (z.B. Standort-Akquisition, Bewilligungspraxis, NISV, Regulation) angepasst.

Somit stehen den frühen Planungskonzepten (radio network design) und dem eigentlichen Start der Realisierungsphase nichts mehr im Wege. Doch hier beginnen die eigentlichen Probleme, sind doch die Mobilfunkbetreiber vermehrt dem Spannungsfeld steigenden Widerstandes gegen Mobilfunkantennen auf der einen Seite, zunehmendem Kostendruck und Bedarf nach kürzerer time-to-market auf der anderen Seite ausgesetzt.

Fritz Landolt
Radio Access Network Engineering
TDC Switzerzland AG

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